-Forschungsprojekt Nr. 12660N

Mechanische Wirkungen von Kurzschlusskräften bei Schaltanlagen mit Bündelleitern

Wissenschaftliche Problemstellung

Elektrische Anlagen müssen kurzschlussfest sein. Während die Kurzschlussfestigkeit bei Anlagen der Mittelspannungsebene in Typprüfungen nachgewiesen werden kann, ist dies für Anlagen höherer Bemessungsspannung mit vertretbarem technischen und wirtschaftlichen Aufwand nur im Ausnahmefall möglich. Aus diesem Grund erfolgt die Bemessung solcher Anlagen nach Rechenverfahren, die in einschlägigen Normen niedergelegt sind.

Die deutsche Norm DIN EN 60865-1 (VDE 0103) enthält sogenannte "einfache" rechnerische Verfahren für die Bemessung von Starkstromanlagen auf ihre mechanische Kurzschlussfestigkeit. Die hierfür entwickelten Verfahren beruhen jeweils zunächst auf systematischen Versuchsprogrammen, die vom DKE UK 121.2 "Berechnung der Wirkung von Kurzschlussströmen", seinem AK 121.2.2 "Kurzschlussversuche" und der FGH e.V. in von der AiF in der Vergangenheit geförderten Forschungsvorhaben geplant, betreut und durchgeführt wurden. Auch dieses vorgeschlagene Forschungsvorhaben wurde von den genannten Gremien initiiert und das notwendige Versuchsprogramm gemeinsam erarbeitet.

Forschungsziel und Lösungsweg

Der erweiterte DKE-Arbeitskreis "Kurzschlussversuche" hat nach Erörterung des Stands der Technik und der Interessenlage hinsichtlich eines von Anlagenplanern, Anlagenerrichtern, Armaturenherstellern und teilweise auch Leitungsbau-Unternehmen getragenes, auf dem Dynamischen Versuchsstand der FGH e.V. durchzuführendes Forschungsvorhaben vorgeschlagen, das die Kurzschlusswirkungen bei Bündelleitern mit Normalabständen der Teilleiter untersuchen soll.
 

Projektleiter

Dr.-Ing. V. Pitz    Telefon +49 621/8047-250