- Forschungsprojekt Nr. 13034N

Probabilistische Simulation von Kosten und Erlösen im liberalisierten Markt unter Einschluss des Störungsgeschehens
 

Wissenschaftliche Problemstellung

Die Liberalisierung der elektrischen Energieversorgung führt zu einem erheblichen Kostendruck auf die Netzbetreiber. Die Verbändevereinbarung II beschreibt die Rahmenbedingungen des wettbewerbsorientierten Strommarkts. Die technischen Anforderungen sind im DVG Grid Code sowie dem Distribution und Metering Code der VDEW definiert. Sie bilden die Grundlage für vertraglich vereinbarte Geschäftsbeziehungen.

Da die Bestimmung der Kosten im Normalbetrieb sowie insbesondere im Störungsfall nicht ohne geeignete Simulationswerkzeuge hinreichend genau möglich ist, erscheint es erforderlich, den Netzbetrieb einschließlich auftretender Störungen mit den kostenrelevanten Ereignissen stochastisch zu simulieren. Die daraus resultierenden stochastischen Verteilungen von Kosten und Erlösen erlauben es, z.B. die Kosten von Systemdienstleistungen mit Hilfe der Methoden des quantitativen Risikomanagements zu bestimmen und transparent zu machen.

Forschungsziel

Im Rahmen einer Prototypentwicklung soll ein Simulationswerkzeug entwickelt und getestet werden, das durch eine vollständige Betriebssimulation in einem parametrierbaren Zeitraster Kosten und Erlöse der Marktteilnehmer unter Einschluss stochastischer Ereignisse wie Störungen für unterschiedliche Betriebsszenarien bestimmen kann. Dazu müssen alle Modelle, die bisher nur physikalische Auswirkungen beschreiben können, um entsprechende Modelle ihrer Kosten und Erlöse für die Marktteilnehmer ergänzt werden.

Mit dem Erreichen des Forschungsziels wird erstmals ein Werkzeug zur Verfügung stehen, das neben der physikalischen auch eine wirtschaftliche Bewertung betrieblicher Szenarien elektrischer Energieversorgungsnetze unter Einschluss stochastischer Ereignisse erlaubt.

 

Projektleiter

Dipl.-Ing. Michael Schwan      Telefon  +49 621 8047-130