- Forschungsprojekt Nr. 13035N

Freiluftverhalten von Silikonisolatoren
 

Wissenschaftliche Problemstellung

In jüngster Zeit wurden vermehrt Überschläge an Verbund-Freileitungsisolatoren im 400–kV-Netz bei normalem Netzbetrieb beobachtet. Die Fehler, in allen Fällen in den frühen Morgenstunden in Gebieten, wo mit einer Betauung der Oberfläche zu rechnen ist, traten im ländlich genutzten Inlandgebiet teilweise nach der sehr kurzer Betriebszeit von einigen Tagen auf, haben also zu der klassischen Fremdschicht-Beanspruchung keinen Bezug. Oberflächenablagerungen, die zu einer merklichen Leitfähigkeit führen könnten, wurden an ausgebauten Isolatoren nicht festgestellt. Keramische Isolatoren, d.h. Isolatoren mit hydrophiler Oberfläche, halten diesen Beanspruchungen ohne negative Auswirkungen stand.

Nach dem augenblicklichen Stand der Kenntnisse sind die folgenden Fragestellungen zur Aufklärung von Überschlägen bei normaler Betriebsspannung offen:

Es ist bisher mit den in Normen festgelegten Befeuchtungsmethoden nicht gelungen, an den betroffenen, aus dem Betrieb entnommenen Isolatoren im Labor einen Überschlag zu erzeugen.

Forschungsziel

Das Lösungsziel ist, die Material- und Umgebungsbedingungen zu spezifizieren, die zu einem Überschlag des Isolators in Gebieten geringer Fremdschicht-Beanspruchungen führen können.

 

Projektleiter

Dr.-Ing. Karl-Heinz Weck      Telefon  +49 621 8047-200