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Zuverlässigkeitsberechnung

Die Versorgungszuverlässigkeit elektrischer Netze kann entweder qualitativ z.B. mittels des (n-1)-Kriteriums oder quantitativ durch statistische Auswertung des vergangenen Störungsgeschehens und der daraus abgeleiteten Prognose des zukünftigen Systemverhaltens bewertet werden. Letztgenannte Vorgehensweise erfordert Verfahren zur probabilistischen Zuverlässigkeitsberechnung.

Ausfallmodelle

Ein wesentliches Merkmal von Verfahren zur probabilistischen Zuverlässigkeitsberechnung sind die verwendeten Ausfallmodelle, die das komplexe Störungsgeschehen im Netz modellhaft beschreiben. Die Ausfallmodelle werden bereits seit mehr als 20 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Heute verfügt INTEGRAL über mehr als 10 verschiedene Ausfallmodelle, die beispielsweise Mehrfacherdschlüsse, Schutzversager, den gleichzeitigen Ausfall mehrerer Komponenten aufgrund einer gemeinsamen Ursache (Common-Mode-Ausfall), Ausfälle während Wartungen sowie Handabschaltungen realitätsnah beschreiben.

Eingangsdaten für Zuverlässigkeitsberechnungen

Berechnungsergebnisse sind nur so gut, wie die zugrunde liegenden Eingangsdaten. Diese Aussage gilt natürlich auch für Zuverlässigkeitsberechnungen. Jedes einzelne Ausfallmodell muss folglich realitätsnah parametriert und betriebliche Freiheitsgrade geeignet berücksichtigt werden. Die FGH arbeitet daher bereits seit Jahren eng mit dem FNN (ehemals VDN) bei der Konzeption der Störungsstatistik zusammen. Das aktuelle Erfassungsschema (Schema B) der FNN Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik enthält alle Informationen, die für eine Parametrierung der in INTGERAL verwendeten Ausfallmodelle benötigt werden. Eine direkte Ermittlung der Eingangsdaten für Zuverlässigkeitsberechnungen aus den Störungsmeldungen ist mit dem Programm INTERASS möglich, das ebenfalls von der FGH entwickelt und vertrieben wird.

Ergebnisse von Zuverlässigkeitsberechnungen

Wesentliches Ergebnis von Zuverlässigkeitsberechnungen ist die Nichtverfügbarkeit der angeschlossenen Kunden. Die Nichtverfügbarkeit wird üblicherweise in Minuten pro Jahr angegeben und ist die bislang maßgeblichste Kennzahl bei der Qualitätsregulierung. Neben der Nichtverfügbarkeit werden weitere Kennzahlen wie die Unterbrechungshäufigkeit und die Unterbrechungsdauer berechnet. Mittels eines Analysemoduls können Ursachen der Nichtverfügbarkeit exakt ausgewiesen und Schwachstellen im Netz aufgezeigt werden.