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Wesentliche Merkmale der Benutzeroberfläche

Netzberechnungsverfahren sind komplexe Werkzeuge, deren vielfältige Funktionen dem Anwender möglichst einfach zugänglich gemacht werden müssen. INTEGRAL setzt hier neue Maßstäbe. Wesentliche Merkmale der Bedienoberfläche und des Datenmodells werden im Folgenden vorgestellt.

Masken

Unabhängig von der manuell erstellten Netzgrafik wird bei der Bearbeitung einzelner Objekte in Masken deren Umgebung grafisch dargestellt (Bild 1). Auch in diesen automatisch erstellten Grafiken sind die gleichen umfangreichen kontextsensitiven Menüs verfügbar.

Leitungsmaske in INTEGRAL 

Bild 1: Leitungsmaske 

Zusätzlich erlauben die Masken die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer gleichartiger Objekte. Beispielsweise Stufenstellungen paralleler Transformatoren können so in einem Arbeitsschritt geändert werden.

Geografische Netzdarstellung

INTEGRAL verfügt – neben der klassischen Netzschemagrafik – über eine zusätzliche geografische Darstellung, die einen schnellen Überblick verschafft und die effiziente Eingabe von Trassen, Gestängen und Nullsystemkopplungen erlaubt. Per „Drag & Drop“ können Leitungen auf Trassen „gezogen“ werden (Bild 2). Die Anordnung der Leitungen innerhalb der Trassen erfolgt automatisch. Der Aufwand zur Erstellung der geografischen Darstellung ist gering. Eine automatische Erstellung allein aus Standortkoordinaten ist möglich.

Abgleich von Netz- und Grafikdaten

Häufigste Ursache von Berechnungsfehlern sind Eingabefehler. Fehler bei der Eingabe der Netztopologie können schnell in grafischen Darstellungen erkannt werden. Dies setzt jedoch voraus, dass grafische Darstellungen auch wirklich die aktuelle Netztopologie zeigen. In INTEGRAL sind grafische Informationen direkt mit Netzdaten verknüpft. Wird in einer grafischen Darstellung ein Objekt geändert oder gelöscht, führen sich alle anderen Grafiken umgehend automatisch nach.

Übersicht und Suchfunktionen

Um die Orientierung in großen Grafiken zu erleichtern, ist ein Übersichtsfenster in allen grafischen Darstellungen verfügbar, das den aktuell sichtbaren Bereich der gesamten Zeichenfläche zeigt (Bild 3).

Neben den grafischen Funktionen bietet INTEGRAL tabellarische Darstellungen von Netzobjekten. Die tabellarischen Darstellungen sind individuell konfigurierbar. Filterfunktionen erleichtern das Auffinden von Objekten. Durch „ziehen“ von Tabellenzeilen auf Grafiken können Objekte in Grafiken gesucht und markiert werden.

Datenmodell

Viele der neuen Funktionen von INTEGRAL wurden erst durch das erheblich erweiterte Datenmodell möglich. So sind Informationen über den Schaltanlagenaufbau nun Teil des Datenmodells, was Grundvoraussetzung für eine automatische Generierung von Grafiken ist. Das ebenfalls neue Trassenmodell erleichtert die Eingabe von Nullsystemkopplungen sowie Geometriedaten und erlaubt eine automatische Erzeugung von Common-Mode-Fehlern für Zuverlässigkeitsberechnungen.

Markoprogrammierung

Die regelmäßige Durchführung gleicher Arbeitsschritte kostet Zeit. In INTEGRAL ist daher eine Makro-Programmiersprache eingebunden, mit deren Hilfe Arbeitsabläufe automatisiert werden können. Die Makroprogrammiersprache mit mehr als 3000 Befehlen erlaubt den vollständigen Zugriff auf Datenmodell und Berechnungsverfahren.

Weiterentwicklung

Die erste Version von INTEGRAL entstand vor über 30 Jahren aus einer gemeinschaftlichen Entwicklung mehrer Netzbetreibern. Dieser Geist der gemeinschaftlichen Entwicklung leistungsfähiger Netzberechnungsverfahren blieb bis heute erhalten. Praktisch alle INTEGRAL-Anwender haben mit der FGH e.V. einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, der ihnen Mitbestimmung bei der Weiterentwicklung einräumt und sie zum Bezug von Programmaktualisierungen berechtigt.